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<p>Die Definition der Instandhaltung ist entsprechend der DIN 31051 bereits sehr weit gefaßt. Eine effektive und kostengünstige Instandhaltung ist dementsprechend nur mit weitgehend integrierten Methoden durchzuführen. Instandhaltung ist in zwei Kategorien zu unterteilen: Planbare, vorbeugende Instandhaltung umfaßt alle Maßnahmen, ein technisches System ist einem definierten Sollzustand zu erhalten, sie schließt periodische Inspektionen, Zustandsüberwachung; Fristaustausch kritischer Teile, Kalibrierung u. ä. ein. Nicht planbare, korrektive Instandhaltung als Folge des Ausfalls bzw. technischen Versagens einer Baugruppe oder Komponente umfaßt alle Maßnahmen zu Wiederherstellung des Sollzustandes, sie beinhaltet auch die Fehlererkennung und -lokalisation, den Austausch und die Reparatur des defekten Teils.</p>
<p>Grundsätzlich ist Instandhaltung so zu konzipieren, daß mögliche technische Defekte nicht die Sicherheit gefährden. Anhand einer Ausfalleffektanalyse werden alle Baugruppen auf alle möglichen Ausfallarten hin untersucht und die Möglichkeiten zur Erkennung und Behebung der Störungen erarbeitet. Die wesentlichen Möglichkeiten zur Ausfallerkennung sind: Automatische Meldung, Inspektion, wiederkehrende Prüfungen.<br />
Sicherheits- und betriebskritische Ausfälle sind unbedingt zu vermeiden, geeignete Maßnahmen hierzu sind: Periodische Zustandsüberwachung, Ersatzgeräte, redundante Auslegung, Maßnahmen zur Begrenzung von Folgeschäden.</p>
<p>Bei Ausfällen von Teilsystemen und Baugruppen, die bestimmte nicht sicherheitskritische Funktionen beeinträchtigen kommen überwiegend Maßnahmen der korrektiven, nicht planbaren Instandsetzung in Betracht.</p>
<p>Auf der Seite der Instandhaltung gilt es primär, den Zeitbedarf für die Instandhaltungstätigkeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Dies wird in vielen Fällen zu erhöhten Instandhaltungskosten führen. Da bei vielen Verkehrssystemen häufig nachfragebedingte Betriebspausen auftreten, z. B. nachts, wird durch die Durchführung möglichst vieler Instandhaltungsmaßnahmen in derartigen Stillstandszeiten eine betriebliche und kostenmäßige Optimierung erreicht. Die Effektivität des Betriebes kann weiter gesteigert werden, wenn die Aspekte der Instandhaltung in die Einsatzplanung mit einbezogen werden.</p>
<p>Die konventionelle Instandhaltung war größtenteils durch vorbeugende Instandhaltung mit festen Fristen, Laufzeiten, Prüfungen, Überholungen der Geräte ohne Berücksichtigung ihres Zustands gekennzeichnet. Im Zuge von Instandhaltungsmaßnahmen wurden Geräte und Baugruppen zumeist aus den Systemen ausgebaut und in der Werkstatt nach starr festgelegten und zeitraubenden Prozeduren überprüft, um die Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit zu erhalten. Hierbei wurden die Geräte häufig "kaputt geprüft" und "zu Tode überholt".</p>
<p>Moderne Instandhaltung ist durch zustandsbedingte Maßnahmen gekennzeichnet, deren Prinzipien lauten: Die vorbeugende, d. h. planbare Instandhaltung ist zu minimieren, die korrektive (nicht planbare) Instandhaltung ist zu optimieren, die zustandsüberwachende Instandhaltung ist zu maximieren.<br />
Die Maßnahmen der Instandhaltung schließen auch die nachfolgenden Aufgaben ein: Abstimmung der Instandhaltungsziele mit den Unternehmenszielen, Festlegung von entsprechenden Instandhaltungsstrategien und -konzepten.</p>
<p>08.07.2011</p>
<p>&#160;</p>
Maschinenbau - Instandhaltung

Die Instandsetzung umfaßt Maßnahmen zur Wiederherstellung des Sollzustandes von technischen Mitteln eines Systems. Diese beinhalten: Auftrag, Auftragsdokumentation und Analyse des Auftragsinhaltes; Planung im Sinne des Aufzeigens und Bewertens alternativer Lösungen unter Berücksichtigung betrieblicher Forderungen: Entscheidung für eine Lösung; Vorbereitung der Durchführung, beinhaltend Kalkulation, Terminplanung, Abstimmung, Bereitstellung von Personal, Mitteln und Material, Erstellung von Arbeitsplänen; Vorwegmaßnahmen wie Arbeitsplatzausrüstung, Schutz- und Sicherheitseinrichtungen usw.; Überprüfung der Vorbereitung und der Vorwegmaßnahmen einschließlich der Freigabe zur Durchführung; Durchführung; Funktionsprüfung und Abnahme; Fertigmeldung; Auswertung einschließlich Dokumentation, Kostenaufschreibung, Aufzeigen und gegebenenfalls Einführen von Verbesserungen. 

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