Die Antriebe sind meist nicht isoliert aufgebaut, sondern Teil komplexer Anlagen und somit ist auch die Antriebstechnik ein wichtiger Bereich, auf den die Automatisierungstechnik zurückgreift.
Durch neue Entwicklungen in der Leistungselektronik werden heute zunehmend Frequenzumrichter zur Ansteuerung der Maschinen eingesetzt. Neben der klassischen Antriebstechnik, die sich mit Antrieben im KW- bis MW-Bereich beschäftigt, haben in den letzten Jahren Kleinantriebe und Positionierantriebe eine rasante Weiterentwicklung erlebt. Grund sind große Fortschritte bei der Werkstoffentwicklung, z.B. bei den Magnetwerkstoffen. Die Magnettechnik ist damit neben der Leistungselektronik zu einer Schlüsseltechnologie für die Antriebstechnik geworden.
Eine sich ebenfalls rasch entwickelnde Sonderform sind die Direktantriebe. Direktantriebe zeichnen sich durch eine möglichst weitgehende Vermeidung von mechanischen Übertragungselementen zwischen Motor und Arbeitsmaschine aus. Verschleiß, Geräusch, Wartungsaufwand und der Einfluss mechanischer Lose wird deutlich verringert. Die erhöhte Systemsteifigkeit ermöglicht den Einsatz hoch dynamischer Regelungen für sehr genaue Positionieraufgaben, hohe Beschleunigung und dadurch verkürzte Taktzeiten. |