Die kunstvolle Rhetorik und die enthusiastischen Reden der Antike, sind den Akronymen im SMS und Kurzmeldungen auf Twitter gewichen. Der persönliche (live) Austausch und die individuelle Wertschätzung ist jetzt in XING-Profilen oder Twitter-Chats festgeschrieben. Das persönliche Prestige, oder auch Ranking, ist in der Anzahl der Kontakte, Links, Followers, Friends, Fans oder Comments quantifiziert.
Was seinerzeit das gesprochene Wort am Stammtisch war (verba volant), erreicht nun schriftlich (scripta manem) und auf alle Ewigkeit abrufbar ein Vielfaches an Kontakten. Vorteil oder Risiko? Das hängt letzten Endes von den Inhalten und der Qualität ab. Sicher ist, schriftliche Nachrichten in die virtuelle Welt zu setzen wollen wohl Überlegt sein.
Jeder kann, oder könnte, mit jedem kommunizieren, Kommentare posten, Nachrichtenlinks weiter leiten oder auch seine persönlichsten Details der Öffentlichkeit bekannt geben. Damit etabliert sich eindeutig eine Demokratisierung in der Kommunikation. Menschen verfolgen was sie gerade interessiert, als Bewerber, Investoren, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter oder Presse, aus der Chefetage oder vom Fließband oder auch in mehreren dieser Rollen gleichzeitig.
Einige sind eher passive Mitleser. Andere sind sehr aktiv darin ihre Vernetzung, virtuellen Kontakte und weiter Empfehlungen auszubauen und investieren enorm viel Engagement und Zeit.
Aus der P2P (person-to-person), wurde schnell die B2C (business-to-customer) Kommunikation entdeckt, für Umfragen, Service, Werbung und Infos jeder Art, im direkten Kontakt mit ‚dem Kunden’. Jetzt ist die B2B (business-to-business) Kommunikation dabei, das Web 2.0 und die sozialen Netze für sich zu entdecken.
Denn die Firmen Website alleine, die Einbahnstrassen-Information, reicht nicht mehr aus. Jetzt ist die Kommunikation endlich wieder auf der persönlichen Beziehungsebene angekommen, wo sie naturgemäß hin gehört. Und was ist für das Wohlergehen im Business förderlicher, als gute Beziehungen mit Geschäftspartnern zu pflegen?
Die Potenziale des Web 2.0 und der verschiedenen Social Media Plattformen, wie XING, LinkedIn, Facebook, Twitter, Web-Blogs, YouToube und viele mehr, verändern das B2B-Kommunikationsverhalten enorm.
Unternehmen sind gefragt ihre Kompetenzen Suchmaschinen-freundlich darstellen und hoffentlich auch ihre Mitarbeiter für die individuelle und direkte Nutzung der neuen Medien zu briefen. Damit werden die Vorteile der direkten Beziehungen und des individuellen Dialogs in der Öffentlichkeit genutzt und über die neuen Medien sicher und konstruktiv weitergeführt. Denn wie es schon im Cluetrain Manifest von 1999 heißt: „Märkte sind Gespräche“.
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