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<p>Mit fortschreitender Entwicklung hat die Leistungselektronik einen immer größeren Anteil an der Energienutzung. Die Leistungselektronik hat sich aus der Stromrichtertechnik entwickelt und findet besonders in der Energietechnik und gerade im Bereich der Antriebstechnik Anwendung. <br />
Bei der Umwandlung elektrischer Energie sind vier Grundfunktionen und die diese ausführenden Stromrichter zu unterscheiden:<br />
Gleichrichten-&gt; Umwandlung einer Wechselspannung in eine Gleichspannung -&gt; Gleichrichter (steuerbar oder nicht steuerbar)<br />
Wechselrichten -&gt; Umwandlung eines Gleichstroms in einen Wechselstrom -&gt; Wechselrichter (steuerbar oder nicht steuerbar)<br />
Wechselstromumrichten -&gt; Umwandlung einer Wechselspannung mit Frequenz f1 in eine Wechselspannung der Frequenz f2 ungleich f1 -&gt; Wechselstromumrichter (auch kurz Umrichter genannt) können als Zwischenkreisumrichter, als Direktumrichter oder als Wechselstromsteller ausgeführt werden. Gleichstromumrichten -&gt; Umwandlung einer Gleichspannung in eine andere Gleichspannung anderer Spannungshöhe -&gt; Gleichstromumrichter können als<br />
Zwischenkreisgleichstromumrichter oder als Gleichstromsteller ausgeführt werden. In der Antriebstechnik übernimmt die Leistungselektronik die Aufgaben der Bereitstellung der elektrischen Spannung in für die Antriebsaufgabe benötigter Höhe und Frequenz. Die Regelung des Antriebs ist ebenfalls in der Leistungselektronik angelegt.</p>
<p>Quelle: Dipl.-Ing. Cornelia Stübig</p>
<p>Leibniz-Universität Hannover<br />
Institut für Antriebssysteme und Leistungselektronik (IAL)<br />
Fachgebiet Elektrische Maschinen und Antriebssysteme</p>
<p><br />
<strong>Sensorlose Regelung</strong></p>
<p>Systemvorteile 
Sensorlose Regelung von Permanentmagnet-Synchronmotoren (PMSMs) bietet überzeugende Vorteile bei einer gewissen Klasse von Antrieben im Vergleich zu sensorbehafteten Systemen:</p>
<ul>
<li>

keine mechanischen Sensoren einschließlich der nötigen Stecker, Kabel und Signalverarbeitung nötig</li>
<li>
reduzierte Anzahl von Hardwarekomponenten erhöht die MTBF ("mean time between failures")</li>
<li>
reduzierte Kosten des Antriebs 
</li>
<li>geringerer Platzbedarf durch Wegfall des Gebersystems 

</li>
</ul>
<p>Vorteilhafte Anwendungsgebiete 
</p>
<p>Diese Eigenschaften ermöglichen einen vorteilhaften Betrieb in folgenden Anwendungen:</p>
<ul>
<li>

raue Umgebungsbedingungen (Temperatur, Druck, Feuchtigkeit, Beschleunigungen und Schockbeanspruchungen auf den Antrieb)</li>
<li>
lange Distanzen zwischen Umrichter und Motor 
- synchron laufende und positionierbare Antriebe mittlerer Genauigkeit 
</li>
<li>hohe Losbrechmomente</li>
<li>
Höchstdrehzahlantriebe 

</li>
</ul>
<p>Vorteile gegenüber Asynchronmaschinen</p>
<p>
Im Vergleich zu Antrieben mit Asynchronmaschinen (ASMs) ergeben sich weitere Vorteile durch folgende Eigenschaften des sensorlosen PMSM-Antriebs:</p>
<ul>
<li>

deutlich besserer Wirkungsgrad durch geringe Rotorverluste 
- dadurch geringere Kühlleistung nötig 
</li>
<li>Möglichkeit der sensorlosen Positionierung 
- Möglichkeit der integralgenauen sensorlosen Drehzahlregelung (wichtig für Gleichlaufantriebe)</li>
<li>
höchste Leistungsdichte 
</li>
<li>Ausführung als hochpolige Motoren mit großem Luftspalt möglich (entsprechende ASMs benötigen einen sehr kleinen Luftspalt) 

</li>
</ul>
<p>Beschränkungen 
</p>
<p>Natürlich ergeben sich auch Beschränkungen durch den Entfall des Lagesensors:</p>
<ul>
<li>

reduzierte Positioniergenauigkeit (typische "Sensorlos-Genauigkeit" liegt bei einigen elektrischen Grad (3-6 Grad el.)</li>
<li>
leichte Reduktion der Genauigkeit der Drehmomentbildung (im allgemeinen vernachlässigbar... siehe später)</li>
<li>
Reduktion der Antriebsdynamik durch weniger steife Lageregler (ansonsten schlägt die Positionsunschärfe in den Drehmomentsollwert als unangenehmes Rauschen im Strom durch) 
</li>
<li>häufig reduzierte Überlastfähigkeit</li>
<li>
erhöhtes Geräuschniveau und leicht erhöhte Verluste bei Sensorlos-Verfahren mit "aktiven Tests".</li>
</ul>
<p>

Quelle: Seminar "Sensorlose Regelungen von Permanentmagnet-Synchron-Motoren bis Stillstand", Prof. Manfred Schrödl, TU Wien</p>
<p><br />
Elektrische Antriebe mit digitaler Regelung benötigen Stromsensoren sowie Drehzahl-/Positionssensoren. Eine technische Schwachstelle sind die Positions-/Drehzahlgeber.<br />
&#160;</p>
Elektrotechnik - Elektrische Antriebe - Regelung und Umrichtertechnik

Der Zweck leistungselektronischer Bauelemente ist die Umformung, Steuerung und Regelung elektrischer Energie. Damit stellen sie das Bindeglied zwischen Energieversorgung und Verbraucher dar. Die notwendigen Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen werden ebenfalls unter dem Begriff Leistungselektronik gefasst.  

15.03.2012 15.03.2012 München
 
Schaltfläche Sensorlose Regelung Synchronmotor
Sensorlose Regelung von Permanentmagnet-Synchronmotoren bis Stillstand
15.03.2012 09:00 - 15.03.2012 17:00 in München
17.04.2012 17.04.2012 Essen
 
Schaltfläche Frequenzumrichter
Frequenzumrichter zur Regelung von Drehstromasynchronmaschinen
17.04.2012 09:00 - 17.04.2012 17:00 in Essen
17.04.2012 17.04.2012 Essen
 
Schaltfläche Hochdynamische Antriebe
Regelung hochdynamischer elektrischer Antriebe
17.04.2012 09:00 - 17.04.2012 17:00 in Essen
15.05.2012 15.05.2012 München
 
Schaltfläche Frequenzumrichterpraxis
Betrieb, Energieeinsparungen und Wartung moderner Frequenzumrichter
15.05.2012 09:00 - 15.05.2012 17:00 in München
12.06.2012 13.06.2012 Essen
 
Schaltfläche Servoregler und Frequenzumrichter
Aufbau und Hardware-Design von Servoreglern und Frequenzumrichtern
12.06.2012 09:00 - 13.06.2012 17:00 in Essen
20.09.2012 20.09.2012 Essen
 
Schaltfläche Sensorlose Regelung Synchronmotor
Sensorlose Regelung von Permanentmagnet-Synchronmotoren bis Stillstand
20.09.2012 09:00 - 20.09.2012 17:00 in Essen
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