Die Anwendung verfahrenstechnischer Methoden zur Entwicklung neuer Stoffe erfolgt in den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Epochen. So sind die seit langem bekannten Prozesse der Herstellung von Ton oder die Gewinnung von Erzen ebenso verfahrenstechnische Operationen wie die Produktion von Papier oder aber auch die Gewinnung von Kraftstoffen jeglicher Art.
Die Entstehung dieser weit verbreiteten Prozesse erfolgte jedoch äquivalent zu Neuentwicklungen heutzutage. Jedes Produkt ist zunächst im kleinen Maßstab – im Labor – zu untersuchen und dabei bestmöglich an seinen Einsatzzweck anzupassen. Hat das Produkt seine gewünschten Eigenschaften und sind die zur Herstellung notwendigen Informationen ermittelt, erfolgt die technische Umsetzung. Hierzu sind Apparate sowie die gesamte Anlage zu designen, umzusetzen und schließlich zu betreiben.
Dies zeigt wie vielfältig die Aufgaben eines Verfahrenstechnikers sind, und welche Anforderung an ihn gestellt wird. Er muss in der Lage sein, sich mit den unterschiedlichsten Fachgewerken auseinanderzusetzen, um geplante Anlagen umzusetzen.
Das Haus der Technik hat diesen Themenpunkt daher auch „Verfahrenstechnik und Industrieanlagen“ genannt, weil beide Begriffe doch eng miteinander verzahnt sind und der Verfahrenstechniker in der Regel in den technischen Anlagen eines Industriegebietes tätig ist. Dieser Themenschwerpunkt gliedert sich auf in die einzelnen Bereiche „Anlagentechnik“, „Anlagensicherheit“, „Explosionsschutz“, „Biotechnologie“ und die klassische „Verfahrenstechnik“. Zusätzlich haben wir thematisch auch noch die Bereiche „Biotechnologie“ und „Energiemanagement“ zugeordnet. |