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Verfahrens- und Anlagentechnik

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1. Die Mechanische Verfahrenstechnik behandelt aus der großen Vielfalt der Stoffumwandlungsverfahren diejenigen, bei denen die mechanischen Einwirkungen auf Stoffsysteme überwiegen. Diese Einwirkungen erfolgen insbesondere durch makroskopische Kräfte, die auf eine Ansammlung von Teilchen – ein Teilchenkollektiv – ausgeübt
werden.   
Die mechanischen Verfahren zur Stoffumwandlung lassen sich in die Grundverfahren Zerkleinern, Trennen, Mischen, Agglomerieren sowie das Lagern, Fördern und Dosieren eingruppieren.   
Es werden die Berechnungsverfahren zur Auslegung von Maschinen und Apparaten abgeleitet und die ermittelten theoretischen Grundlagen auf die Dimensionierung von Anlagenkomponenten und –systemen angewandt. Eingesetzt werden derartige Maschinen und Apparate beispielsweise für die Wasser- und Luftaufbereitung, in der Nahrungsmittelindustrie, in Fahrzeugen und Schiffsbetriebssystemen, in der Baustoffindustrie, im Hoch- und Tiefbau bis hin zur chemischen und pharmazeutischen Industrie und der Umwelttechnik.
 
Stichworte:
Kennzeichnung körniger Stoffe, mechanische Verfahren zur Oberflächenvergrößerung (Hartzerkleinerung, Flüssigkeitszerteilung), mechanische Verfahren zur Trennung disperser Systeme (Klassieren, Sieben, Sichten, Sedimentieren, Zentrifugieren, Zyklonieren, Filtrieren), mechanische Verfahren zur Stoffvereinigung (Mischen, Kneten, Agglomerieren)

2. Die Thermische Verfahrenstechnik beschränkt sich auf Stoffumwandlungsverfahren, bei denen einzelne Moleküle gegeneinander bewegt werden. Bei einer Vielzahl von thermischen Verfahren wird Wärme eingesetzt.  
Grundoperationen der thermischen Verfahrenstechnik sind das Verdampfen, Destillieren, Rektifizieren, Extrahieren, Trocknen u.a.m.. 
Die mit diesen Grundoperationen verbundenen Wärme- und Stofftransportsysteme können nur mit Hilfe von Modellvorstellungen mathematisch beschrieben und der Auslegung von Apparaten und Maschinen zugänglich gemacht werden. Die Vielzahl der die Grundoperationen bestimmenden Variablen wird durch Zusammenfassen der Einflußgrößen zu dimensionslosen Kennzahlen reduziert. Sie ermöglichen die experimentelle Untersuchung von Zusammenhängen an Modellausführungen, die im Rahmen der Laborveranstaltungen im Technikum durchgeführt werden und die Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf die Hauptausführung.  
Die Grundoperationen der Thermischen Verfahrenstechnik kommen bei der Veredlung zahlreicher Produkte des täglichen Lebens wie Trinkwasser, Spirituosen, Nahrungsmittel, Brennstoffe aller Art, pharmazeutischer Produkte, polymere und alternative Werkstoffe u.a.m. zur Anwendung. Ebenso zählen Verfahren der Umwelttechnik wie z.B. Reinhaltung von Boden, Luft und Wasser zur Thermischen Verfahrenstechik.

Stichworte:
Wärme und Stofftransport (Wärmeaustauscher, Verdampfer, Kondensatoren)


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