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Arbeitssicherheit - Arbeitsschutzmanagement

Arbeitsschutzmanagement ist der systematische Ansatz zur Erfüllung der umfassenden rechtlichen Grundlagen und erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen. Arbeitsschutzmanagement ist als ein komplettes System wahrzunehmen und kontinuierlich fortzuschreiben. Ein klassisches Arbeitsschutzmanagementsystem erfüllt alle erforderlichen Arbeitsschutzverpflichtungen systematisch – und wird diese rechtssicher dokumentieren.

Das Haus der Technik bietet zahlreiche praxisnahe Veranstaltungen im Bereich des Arbeitsschutzmanagements an, die sich auf Aspekten der Gefährdungsbeurteilung, der Betriebssicherheitsverordnung, des verhaltensorientierten Arbeitsschutzes, Delegation und Pflichtenübertragung, des Einsatzes von Fremdfirmen und der Unterweisung konzentrieren. In diesem Bereich werden gezielt die aktuellen Rechtssprechungen vermittelt.

Ihre Vorteile beim Besuch unserer Arbeitsschutzveranstaltungen:

  • Unsere Veranstaltungen im Arbeitsschutzbereich werden gemäß ArbSchg, BetrSichV und dem berufsgenossenschaftlichen Regelwerk durchgeführt,
  • Sie lernen, effizient und wirtschaftlich die Vorschriften in Ihrem Unternehmen umzusetzen
  • Erfahrene Praktiker beraten und unterstützen Sie

In Unternehmen mit regelmäßig mehr als 20 Beschäftigten hat der Unternehmer - gemäß DGUV Vorschrift 1 und SGB VII §22 - Sicherheitsbeauftragte zu bestellen. Hierzu bieten wir Ihnen einen Lehrgang mit Praxisteil in Essen sowie einen verkürzten Basislehrgang in München, Esslingen (Region Stuttgart) und Berlin an. 

 

Unser Veranstaltungsangebot:

Browser URL 100x70 Betriebliche Gesundheitsfoerderung
Koordinator(in) für betriebliche Gesundheitsförderung - Gesamt-Lehrgang in 4 Modulen
02.02.2017 - 07.07.2017 in Essen
Browser URL 100x70 Sicheres Verhalten
Betriebliche Motivation und Maßnahmen zum sicheren Verhalten im Arbeitsbereich
22.02.2017 - 23.02.2017 in Essen
Browser URL 100x70 Befähigte Person/Notduschen
Zur Prüfung befähigte Person von Notduschen
08.03.2017 in Essen
Browser URL 100x70 Sicherheitsbeauftragter
Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten (§22 SGB VII)
08.03.2017 - 09.03.2017 in Essen
Browser URL 100x70 Unterweisung/Hubarbeitsbühne
Jährliche Unterweisung für Bediener von Hubarbeitsbühnen
10.03.2017 in Brühl
Browser URL 100x70 Freimessen
Auswahl, Ausbildung und Beauftragung von Fachkundigen zum Freimessen nach DGUV Regel 113-004 und AMR 14.2 Einteilung von Atemschutzgeräten in Gruppen
13.03.2017 - 14.03.2017 in Essen
Browser URL 100x70 Flucht-und Rettungspläne
Anforderungen der neuen DIN ISO 23601:2010-12 an Flucht- und Rettungspläne
14.03.2017 in Essen
Browser URL 100x70 Sicherheitsbeauftragter
Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten (§22 SGB VII)
14.03.2017 - 15.03.2017 in Berlin
Browser URL 100x70 Unterweisung/Kranfahrer
Jährliche Unterweisung für Kranfahrer und Bediener
14.03.2017 in Brühl
Browser URL 100x70 Bohrtechnik
Grundlagen der Bohr- und Fördertechnik
15.03.2017 in Essen

Arbeitsschutzmanagement:

Typische Aspekte eines Arbeitsschutzmanagementsystems sind u. a.:

  • Organisation des Arbeitsschutzes (mit entsprechenden Aufgaben- und Funktionsbeschreibungen, Bestellungen, Organigramm)
  • Gefährdungsbeurteilung (Ermittlung und Bewertung der möglichen Gefährdungen und Belastungen im Betrieb)
  • Qualifikation, Schulung, Unterweisung des Personals
  • Umgang mit Fremdfirmen und AÜG-Personal
  • Prüfung, Wartung, Instandhaltung
  • Arbeitsmedizin
  • Umgang mit Unfall/Beinaheunfall. 

Alle diese Maßnahmen werden dokumentiert, kontrolliert und auf dem neuesten Stand gehalten. Die geläufigen Arbeitsschutzmanagementsysteme wie OHSAS 18001, SCC, ASCA oder OHRIS bedienen sich dieser Aspekte.

Arbeitsschutzrecht:

Im Arbeitsschutzrecht beschreibt die moderne Betriebs- und Anlagensicherheit ein komplexes Wirkungsgefüge verschiedener Faktoren. Im wesentlichen zählen dazu der Betrieb, die Beschäftigten, die Arbeitsmittel und die Anlagenüberwachung. Als vom Umfang mit 27 Paragraphen und fünf Anhängen sehr knappe Betriebssicherheitsverordnung, sind die Aussagen jedoch sehr bedeutsam. So finden Verpflichtungen des Bereitstellers und Benutzers von Arbeitsmitteln eine gesetzliche Grundlage, der betriebliche Explosionsschutz erhält eine besondere Bedeutung, die Anforderungen an alle Arbeitsmittel (einfache und weitergehende) sind besonders hinsichtlich ihrer Prüffristen europäisch einheitlich geregelt und das Anzeigeverfahren ist verändert. Die Entwicklung im deutschen Arbeitsschutzrecht wird in den nächsten Jahren sehr spannend sein und tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen, so wird das Unfallverhütungrecht und die Technischen Regeln aufgrund der Betriebssicherheitsverordnung reformiert.

Im § 5 des Arbeitsschutzgesetzes ist die Beurteilung der Arbeitsbedingungen verankert. Anhand einer Arbeitsplatzbeurteilung ermittelt der Arbeitgeber den Zustand des Arbeitsplatzes und -umfelds und die Gefährdungen, denen seine Mitarbeiter ausgesetzt werden und bestimmt damit, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Die Arbeitsplatzbeurteilung ist ein komplexes Instrumentarium, das bezogen auf den jeweiligen Arbeitsplatz alle Aspekte der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung erkennt, bewertet und beseitigt. Neben den rechtlichen Grundlagen spielen die Gefährdungs- und Belastungsfaktoren, das Erkennen von Gefährdungspotenzialen und deren effektive Dokumentation eine besondere Rolle.

Umgang mit Fremdfirmen:

Durch den stetig steigenden Einsatz von Fremdfirmen im eigenen Betrieb ergibt sich die Notwendigkeit einer sicheren Organisation und den Bedarf mit geeigneten Werkzeugen den Ablauf dieser Einsätze gerichtsfest, vor allem aber auch sicher zu lenken. 90 Prozent der deutschen Unternehmen arbeiten mit Fremdfirmen. Das kann externes Personal für Dienst- und Werktätigkeiten sein (z. B. der externe Betriebsarzt, die Reinigungsfirma, das Catering-Personal im Betriebsrestaurant oder die Elektro-Fachfirma).
Fremdfirmen stellen immer wieder ein großes Problem in der Arbeitssicherheit dar: Fehlende Einweisung, fehlendes Pflichtbewusstsein, das Nichtkennen der Gegebenheiten vor Ort etc. führen wiederholt zu unnötigen Unfällen, kritischen Situationen und Unstimmigkeiten. Mitarbeiter von Fremdfirmen verunfallen dreimal häufiger als eigene Mitarbeiter. Nicht umsonst ist der Auftraggeber gesetzlich verpflichtet, Fremdfirmen angemessen in die örtlichen Gegebenheiten und Unfallgefahren einzuweisen.

Die Grundpflichten gegenüber Fremdfirmen sind konkret:

  • Richtige Auswahl („der Billigste ist nicht unbedingt der Beste“)
  • Einweisung
  • Kontrolle.

Diese Maßnahmen sollten unbedingt schriftlich dokumentiert werden.
Sinnvoll ist auch das Erstellen einer Haus- oder Fremdfirmenordnung, in der diese hinsichtlich der betrieblichen Gegebenheiten, möglichen Gefahren, erforderlichen Verhaltensmaßnahmen und der Ansprechpartner kurz und knapp informiert werden. Auch kann diese Haus- oder Fremdfirmenordnung bereits als Vertragsbestandteil herangezogen werden – und als Voraussetzung für die Auftragserteilung verpflichtet werden.

Diese Fremdfirmenordnung soll einen störungsfreien Arbeitsablauf ermöglichen und wesentlich zu Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten und sonstiger Personen (z. B. Gäste und Besucher) beitragen.
Sie enthält Regelungen zur Organisation, Koordination und Überwachung des sicheren Betriebes und umfasst Maßgaben zur Arbeitssicherheit, die insbesondere die Zusammenarbeit aller Beteiligten betreffen. Jede Fremdfirma hat sein Personal über den Inhalt der Fremdfirmenordnung zu unterrichten; ihre Einhaltung ist Teil der Vertragserfüllung und kann bei Nichteinhaltung ohne weitere Androhung zum Hausverweis und zur Aufhebung des Vertrags führen.

Die Veranstaltungen des Hauses der Technik im Arbeitschutzbereich stehen für praktische Hilfe bei der Umsetzung eines erfolgreichen Arbeitsschutzes in den Unternehmen.

 
Frau Dipl.-Kffr. Jasper und Frau Hölscher beantworten gerne Ihre Fragen und freuen sich auch über Ihre Anregungen.
Frau Dipl.-Kffr. Jasper
und Frau Hölscher beantworten gerne Ihre Fragen und freuen sich auch über Ihre Anregungen.
Tel. +49 (0) 201 18 03 239
Fax +49 (0) 201 18 03 263
fb2@hdt-essen.de
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